Kroatien Skipper-Infos
Die kroatische Küste und deren vorgelagerte Inselwelt gehört zu den schönsten Revieren Europas und ist nicht nur bei den Österreichern äußerst beliebt - auch Deutsche und Italiener verlassen im Sommer scharenweise ihre heimatlichen Gefilde um nach Kroatien zu kommen. Größtenteils felsige Küsten verleihen der Adria einen besonderen Reiz und nicht zuletzt das glasklare Wasser.
In den frühen Achtzigerjahren hat das einstige Jugoslawien den Trend richtig erkannt und eine wohl weltweit einzigartige Infrastruktur für den Bootstourismus geschaffen - die Marinakette ACY (heute ACI) wurde gegründet und an vielen attraktiven Plätzen Yachthäfen mit allen erdenklichem Komfort errichtet.
Mooringleinen, Strom- und Wasseranschluss, Sanitäranlagen, Wechselstuben und natürlich Marinarestaurants waren und sind eine Selbstverständlichkeit. Viele kleinere Marinabetreiber folgten dem Beispiel, worauf ein nahezu lückenloses Netz an Versorgungs- und Liegeplatzmöglichkeiten entstanden ist.
Bootsurlaub in Kroatien
Aber nicht nur die Infrastruktur ist in Kroatien für Bootsfahrer einzigartig, denn die Schönheit des Reviers mit seinen unzähligen Inseln sowie Bade- und Ankerbuchten ist einfach atemberaubend!
Dem Reiz tagsüber beim Segeln Wind und Sonne zu genießen und den Tag in einer schönen Bucht beim Baden ausklingen zu lassen, kann kaum jemand widerstehen.
Kroatien - neue Regelungen seit 2025
Beachten Sie bitte, dass es in Kroatien seit 2025 neue Regelungen für Bootsfahrer hinsichtlich der Fahrten und dem Ankern im Uferbereich gibt und diese teils streng kontrolliert werden, bzw. bei Nicht-Beachtung hohe Strafen drohen können. Nachstehend die Neuerungen, die es zu beachten gilt:
1.) Mindestabstände zur Küste in Fahrt (SSVO 2025):
Boote kleiner als 15 m: mind. 50 m Abstand zur Küste
Boote 15–30 m: mind. 150 m
Boote größer als 30 m: mind. 300 m
Näher ran darf man nur beim Ein- und Auslaufen in/aus einem Hafen, Ankern oder in engen Fahrwassern und da jeweils nur mit einer Höchstgeschwindigkeit von 5 Knoten.
Gleitfahrt innerhalb 300m vom Ufer ist grundsätzlich verboten!
2.) Baden & Ankern:
Ankern innerhalb von 150 m von gekennzeichneten oder auch “natürlichen” Badezonen ist untersagt.
3.) Mooring mit Landleine – 50‑m‑Regel:
Man darf Buganker + Heckleine(n) zur Küste nur noch so legen, dass kein Teil von Boot, Kette oder Leinen mehr als 50 m von der Küste entfernt ist.
4.) Ankern & Umwelt – Posidonia (Seegras):
Ankern über Posidonia‑Wiesen ist ausdrücklich verboten, Verstöße werden zunehmend kontrolliert.
Speis & Trank in Kroatien
Speisen kann man in Kroatien hervorragend - und das allerorts! Selbst in noch so unscheinbaren Lokalen werden Sie ausgezeichnet bekocht - vorausgesetzt, Sie bevorzugen nicht ausschließlich die von daheim gewohnte Küche.
Lassen Sie sich überraschen und hören Sie auf die Empfehlungen des Hauses - ich bin sicher, Sie werden nicht enttäuscht sein. Im Zubereiten von gegrillten Mahlzeiten sind die Kroaten wahre Weltmeister!
Die Bora auch Bura genannt:
Die Bora ist ein trockener, kalter Wind aus Richtungen zwischen NNO und O und tritt in heftigen Stößen auf. An den kahlen Abhängen des Karstes der dalmatinischen Küstengebirge kann die Bora zuweilen mit orkanartiger Stärke als Fallwind gegen die See herabstürzen.
Die Dauer beträgt im Sommer in der Regel max. 3 Tage, im Winter allerdings auch bis zu 3 Wochen. Meist tritt die Bora nach heiterem Wetter mit nordwestlichen Winden auf, kann aber auch unmittelbar auf Schirokkowetter folgen.
Die Bora kündigt sich oft mit Wolkenbildungen (meist an der Unterseite scharf begrenzt) an den Gebirgskämmen an. In der Regel erreicht der Wind in den Morgenstunden seinen Höhepunkt und verliert gegen Sonnenuntergang an Intensität. Setzt allerdings die Bora in den Abendstunden neuerlich ein, so ist ein Andauern zu erwarten.
Der Schirokko auch Jugo genannt:
Der Jugo ist ein feuchtwarmer, weit von der See herkommender Wind aus OSO bis SSO, welcher hohen Seegang und nicht selten Regen mit sich bringt.
Seine größte Stärke erreicht der Schirokko in der südlichen Adria. In der Zeit zwischen März und Oktober auftretend, ist der Schirokko keineswegs selten, i.d.R. allerdings weniger gefährlich als die Bora.
Gewöhnlich haltet der Wind im Sommer kaum länger als 3 Tage, im Winter jedoch bis zu 3 Wochen an. Nebeliger Dunst, zu einem lockeren und niedrigen Gewölk zusammengezogen, am südlichen Horizont sowie ein Fallen des Barometerwertes kann als Anzeichen gewertet werden.
Der Maestral:
Der Maestral (Mistral) ist ein Schönwetterwind, der meist in den Morgenstunden einsetzt, gegen Mittag seine volle Intensität erreicht und in den Abendstunden einschläft. Im Raum Istrien bis Mitteldalmatien ist er meist ein konstanter Wind und somit bei Seglern sehr beliebt.
In südlicheren Regionen tritt der Maestral häufiger und kräftiger auf und erreicht bei der Straße von Otranto etwa bis zu 7 Beaufort, begleitet von hoher See. An der kroatischen Küste weht der Wind hauptsächlich aus NW und schwenkt, abhängig von lokalen Verhältnissen bis WNW.
Ein abruptes Einsetzen oder Enden des Maestral deutet nicht selten auf ein Ende der Schönwetterperiode hin.
Der (die) Burin:
Der (die) Burin ist ein Nachtwind, welcher nur in der warmen Jahreszeit, während Schönwetterperioden, auftritt. Aufgrund der Temperaturunterschiede zwischen Land und Meer weht der Wind vorerst auf das Festland zu und dreht in der Nacht auf Richtung See. Gewöhnlich ist der Burin ein schwacher Wind, welcher jedoch in einigen Gebieten, wie etwa bei der Insel Brac, bis zu 5 Beaufort erreichen.
Die Nevera (auch Newerin genannt):
Der Nevera (auch Newerin) ist ein Sommergewitter Wind, tritt in der Jahreszeit zwischen Juni und September auf und kommt aus NW bis SW (je nach Gebiet). Gewöhnlich sind diese Unwetterwinde häufiger in der Nordadria als in der Südadria zu beobachten. Charakteristisch für die Nevera ist Donner, Blitz, Regen bis Hagel und starke Böen.
Verlässliche Vorzeichen auf eine Nevera entstehen erst kurz vor ihrem Einsetzen, sodaß eine Vorhersage kaum möglich ist. Ein sicheres Anzeichen ist plötzlich fallender Luftdruck, Temperaturanstieg (Schwüle) und Sturmwolken. Nach der Nevera (meist sehr heftig, in der Regel aber nur kurz andauernd) herrscht meist Windstille bzw. eine leichte Landbrise.
Wetter in Kroatien
Grundsätzlich ist die kroatische Adria ein Revier mit gemäßigten Windverhältnissen. Darauf verlassen sollte man sich jedoch nicht, denn speziell Bora und Jugo können mitunter sehr heftig sein und daher ist oberstes Gebot, immer den aktuellen Seewetterbericht einzuholen, welchen es in jeder Marina, über UKW-Funk und auch im Internet gibt.
Wetterinfos mit Durchschnittstemperaturen in Kroatien
Aktuelle Windprognose:
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Nautische Info für die kroatische Adria:
Um in Kroatien ein Boot führen zu dürfen muß der Schiffsführer Inhaber eines Küstenpatents sein. Die meisten Yachten (speziell Charteryachten) müssen in Kroatien mit einem UKW-Seefunkgerät ausgestattet sein - es muß daher auch jemand an Bord über eine Seesprechfunkberechtigung verfügen. (beim kroatischen Bootspatent ist diese inkludiert) Speziell für Einsteiger im Yachtsport empfehlen wir Ihnen auch unsere Tipps für Neulinge.


































